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Artist
Angry Tengs erstes Solowerk „Nich zu fassen“ ist da – wurde langsam aber auch mal Zeit! Seit inzwischen acht Jahren erzählt der Bonner von Trauer und Freude und ist häufig sauer auf Leute. Letzteres ist sicherlich auch seinem afghanischen Erbe zu verdanken. Man braucht ja nur mal rüberzuschauen: alle immer auf 180! Dieser innere Ansporn hat Angry Teng jetzt dazu gebracht, endlich sein nach Jahren der Bandknechtschaft bei Royal Beuel M655iv (RBM) längst überfälliges Solo-Debüt zu veröffentlichen. Hier ist es nun, 15 Tracks stark, thematisch ein Trip durch die Welt eines durch Popkultur, Literatur, gute Musik und - wie soll es anders sein - das Leben beeinflussten Musikers. „Nich zu fassen“ beschreibt daher auch, was das Album auszeichnet: nicht Pop, nicht Gangsta, nicht Pseudo, nicht Street, sondern einfach nur Geschichten mit Musik. Den roten Faden bilden dabei Tengs unverwechselbares Organ sowie seine abwechslungsreichen Erzählungen. Letztere zeugen stets von seinem von unzähligen Reizen überfluteten Gehirn: alles ist Inspiration und lässt Ideen ununterbrochen sprudeln. Danke, Welt! So geht es in „Cthulhus Ruf“ – basierend auf H.P. Lovecrafts „Call of Cthulhu“ – um eine archäologische Expedition, die in dunklen Gewölben einer äonenalten Götterrasse auf der Spur ist. „Medikamente“ beschreibt den Leidensweg eines Hypochonders, „Frau Link“ trinkt sich bald zu Tode, und in „Kampfroboter“ wird nach langjähriger Vorhersage in Film und Literatur endlich das Virus freigesetzt,